Wasserkefir gehört zu den einfachsten Möglichkeiten zu Hause ein leckeres, gesundes, lebendiges und sprudelnd frisches Getränk herzustellen, das man in keinem Laden kaufen kann. Alles, was man dafür braucht, sind Wasserkefirkristalle, Wasser, Zucker und etwas Zeit.
Die kleinen Kefirkristalle sind eine Gemeinschaft unzähliger klitzekleiner Mikroorganismen. Das sind also verschiedene Hefen und Bakterien, die während der Fermentation einen Teil des Zuckers verwandeln und dabei unter anderem Säuren und Kohlendioxid bilden. Und genau das sorgt für den leicht säuerlichen Geschmack und die Spritzigkeit dieser natürlichen Limonade.
So geht’s:
Ein großes Glas mit 1 Liter Wasser auffüllen. 50 g Wasserkefirkristalle und 50 g Zucker (ja, das sieht viel aus) dazugeben und gut durchrühren.
Um den PH-Wert gleich zu Anfang des Fermentationsprozesses etwas zu senken und damit unerwünschte Mikroorganismen, wie z.B. Schimmel, fernzuhalten, kannst du 1-2 Scheiben Bio-Zitrone dazugeben.
Du kannst auch ein paar Trockenfrüchte, wie Feigen, Datteln, Rosinen u.ä. (achte darauf, dass die Früchte ungeschwefelt sind!) dazugeben. Dadurch veränderst du den Geschmack ein wenig und erhöhst zusätzlich den Mineralstoffgehalt deines Kefirs.


Verschließe das Glas locker oder decke es mit einem Tuch ab und lasse es bei Zimmertemperatur für 24–48 Stunden stehen. Je länger der Wasserkefir fermentiert, desto weniger süß und meist auch desto säuerlicher wird er.
Koste ihn immer mal und wenn er dir schmeckt, seihst du die Kristalle und die ggf. hinzugefügten Früchte durch ein Kunststoffsieb ab. Die Kristalle können direkt für den nächsten Ansatz verwendet werden.
Der Wasserkefir ist nun trinkfertig. Du kannst ihn in eine Flasche abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Wenn du den Kefir aber richtig sprudelig haben willst, dann machst du als nächstes die sogenannte Zweitfermentation. Dafür füllst du den fertigen Wasserkefir in eine druckfeste Flasche und gibst nach Geschmack z. B. etwas Fruchtsaft, Ingwer oder Beeren dazu. Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, füge hinzu, was dir schmeckt!
Verschließe die Flasche luftdicht und lasse sie noch einmal für einige Stunden bis einen Tag bei Raumtemperatur stehen. Dabei entsteht zusätzlich Kohlensäure. Danach ab in den Kühlschrank. Und bitte vorsichtig öffnen!



Meine Lieblingskombinationen:
- Zitrone + Ingwer
- Zitrone + Holunderblüten
- Apfel + Minze
- Himbeere + Minze
- Rhabarber + Minze
- Erdbeere + Basilikum
- Birne + Walnuss-Sirup
Da bei der Fermentation auch Hefen beteiligt sind, enthält der fertige Wasserkefir eine geringe Menge Alkohol. Nach einer 24-stündigen Erstfermentation und einer 6-stündigen Zweitfermentation mit etwas Saft und Kräutern enthält dein Wasserkefir irgendwas zwischen 0,2 und 0,6 % vol. Um den Alkoholgehalt so gering wie möglich zu halten, damit auch Kinder ihn trinken können, solltest du die Fermentationsdauer kurz halten und ggf. auf die Zweitfermentation verzichten. Bei der zweiten Fermentation vergären nämlich die Hefen den noch vorhandenen und den durch Früchte oder Saft hinzugekommenen Zucker. Dabei entsteht Kohlendioxid und eben auch Alkohol.
So, nun wisst ihr alles, was ich weiß und könnt loslegen! Viel Spaß dabei!
