Der Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) ist einer der für mich leckersten Waldpilze im Frühling (und dann nochmal im Herbst). Man muss nur darauf achten, ihn jung und zart zu sammeln, da er im Alter zunehmend zäh wird. Solange er sich mit einem Messer wie Butter schneiden lässt und leuchtend gelb an der Unterseite ist, macht er sich hervorragend als Fleischersatz in der Küche. Und so sieht es dann am Baum aus – welch wunderschöne Farbtupfer in der Natur!

Ich habe das Gefühl, dass dieses Jahr ein super SchwePo-Jahr ist, denn ich habe ihn schon an sehr vielen Stellen gefunden. Da man ihn höchstens mit einem Briefkasten verwechseln kann, ist er ein absoluter Anfängerpilz. Du kannst dich also ruhig trauen und ihn mal mitnehmen und probieren (bitte erstmal mit einer kleinen Portion, da der Schwefelgehalt bei manchen Menschen eine allergische Reaktion hervorrufen kann).
In meinem Körbchen sind heute außer dem SchwePo auch noch junge Hopfentriebe, Knoblauchsrauke und ein paar Blüten der Akelei gelandet. Daraus lässt sich eine leckere Beilage machen.

Ich koche ihn zuerst für ca. 15 min in Salzwasser ab. Dadurch wird der Pilz verdaulicher und eventuelle Bitterstoffe werden herausgezogen. Das Kochwasser bitte wegschütten!

Danach brate ich ihn in der Pfanne knusprig an und bestreiche ihn gegen Ende zusätzlich mit selbstgemachter BBQ-Sauce, um ihn noch schmackhafter zu machen. So lasse ich ihn noch ein wenig weiter braten und gebe am Ende die vorher blanchierten Hopfensprossen und die Knoblauchsrauke ganz kurz dazu.

Angerichtet auf Colcannon (irischer Kartoffelbrei mit Kohl) und verziert mit den wilden Blüten ist das ein Gericht, zu dem keiner nein sagen kann, oder?

