Fermentierte Magnolienblüten

Wenn die Magnolien blühen, ist der Frühling in vollem Gange und es heißt schnell sein, da der Zeitraum zum Sammeln sehr kurz ist. Am besten, du pflückst die noch geschlossenen Blüten und Knospen, da diese sich besser zum Einlegen eignen. Du kannst auch gleich mal eine Blüte roh probieren und den wunderbar blumig-süßen, leicht zitronig, ingwerähnlichen Geschmack pur erleben.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Blüten zu konservieren. Du kannst sie süß-sauer einlegen mit einem Sud aus 1 Teil Essig, 1 Teil Wasser, 4-6% Zucker und 2% Salz oder – und das ist natürlich meine liebste Art – sie fermentieren und damit noch länger haltbar machen.

Für die 5%ige Salzlake wiegst du die Blüten UND das Wasser und errechnest vom Gesamtgewicht dann 5%. Diese Menge an Salz (unjodiert und ohne Rieselhilfen, um die Milchsäurebakterien nicht zu stören) löst du im Wasser auf und übergießt damit die Blüten. Optional gibts du noch ein paar Gewürze dazu, wie z.B. Fenchelsamen, Koriandersamen und Knoblauch, um die Komplexität des Geschmacks noch zu vertiefen.

Arbeite sauber (steril muss es aber nicht sein) und achte darauf, dass alles unter der Lake bleibt. Am besten geht das mit einem Fermentationsgewicht.

Da wir hier mit einem relativ hohen Salzgehalt arbeiten, musst du dich vergleichsweise lange gedulden (ca. 2-3 Wochen), bis das Ferment fertig ist. Danach lagerst du es im Kühlschrank und genießt die Blüten bei Bedarf.

Ich esse die Blüten sehr gerne ganz klassisch auf Sauerteigbrot mit (Frisch-)Käse, Miso-Butter oder mit Senf und Avocado.

Du kannst sie aber auch wie Oliven oder Kapern z.B. in Salaten einsetzen. Oder du reichst sie als Gourmet-Finish zu warmen Gerichten wie Risotto, Pasta oder Pilzgerichten. Probiere es aus und beeindrucke deine Gäste!

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